Seifenblasen

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Eigentlich sind Seifenblasen was schönes und erfreuen jung und alt. Aber nicht immer. Vor etwa 10 Tagen hat unser Dinghi (Beiboot) etwas schlapp gemacht. Eigentlich hat so ein Dinghi meist 3 Luftkammern. Das Problem trat in der vorderen mittleren Kammer auf. Die beiden größeren Hauptkammern an der Seite waren zunächst noch einwandfrei. Dies hat sich aber zwei Tage später geändert und ich befürchtete schon 3 Probleme. Zum Glück gibts hier in Marigot aber einen Dinghiflickexperten. Ich habe ihn dann aufgesucht und das/die Problem(e) beschrieben. Die vermeintlich gute Nachricht war, dass die Trennung der Kammern nur eine Notsicherheit wäre und diese nach wenigen Tagen durchlässig würde – also wieder nur ein Problem. Die schlechte Nachricht war jedoch, dass er keine Zeit hätte und eine Reparatur auch ziemlich kostspielig sein würde. Also hab ich mich mit eigenen „Bordmitteln“ selbst auf die Suche nach dem einen Problem gemacht. Spülmittel leicht verdünnt hilft bei der Problemsuche. Zum Glück war ich schnell fündig und die Stelle war auch leicht zugänglich an der Oberseite an einer Nahtstelle. Der mitlerweile große Bordmittelfundus gab auch noch Zweikomponeneten-PVC-Kleber her.

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Die Behandlung hat aber nur teilweise Abhilfe geschaffen. Auch die zusätzliche sakrale Beklebung der Problemstelle half nicht wirklich viel.

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Das Dinghi hält seit dem die Luft noch für ca. 10 Minuten – Tendenz fallend. Somit war es notwendig den kostspieligen Experten mit einzubeziehen. Heute morgen war ich dann zusammen mit dem Problemobjekt bei ihm vorstellig. Die Entfernung dorthin beträgt ca. 1 Seemeilen, also knapp 2 Kilometer. Zu Glück macht unser Dinghi in Gleitfahrt über 15 Knoten, sodass die Strecke nachpumpfrei überwunden werden konnte. Er meinte dass solche Mittelmeer-PVC-Dinghis aufgrund der UV-Strahlung hier nur eine Lebenserwartung von ca. 2 Jahren hätten. Er könne aber helfen und hätte auch Zeit sich der Sache anzunehmen. Nur, heute nicht, sondern erst am Montag. Erstaunlicherweise ist die Ursache nicht etwa ein karibisches Rechtzeitiginswochendegehen – sondern das Wetter. Es hätte heute 97% Luftfeuchtigkeit und da würde kein Kleber halten. Am Montag wirds vermutlich besser. So müssen wir später unsere neuen Gäste samt Gepäck mit dem schlappen Dinghi abholen.

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Zum Glück konnten wir aber vorhin unseren Wassermacher wieder reparieren, sodass wir der Schwüle wieder mit Süßwasserduschen entgegentreten können.