Archiv für den Monat: November 2014

Atlantik-Vortreffen

Nach vielen Telefonaten, Mails, usw. hat sich gestern die Atlantik-Crew für die Überfahrt von Ost nach West das erste mal getroffen.

Wir sind im Moment 4 1/2 Personen wobei die 1/2 Personen nur noch ein bischen „Bedenkzeit“ braucht. Dabei sind  drei Segler, die ziemlich viel Meilen und Erfahrung mitbringen. Man kann also sagen, dass diese Überfahrt sehr gut „bestückt“ ist.

Trotzdem denke ich, dass die Idealbesatzung aus 6 -7 Personen besteht. So könnte man doppelte Wachen fahren, was einen enormen Sicherheits- und Komfortgewinn bedeuten würde. D.h. heißt konkret, dass noch 2 – 3 Interessierte mitfahren könnten. Dabei könnten auch Segel-Newbies mitfahren – Hauptsache die Chemie stimmt. Wenn Du also Lust auf solch ein Abenteuer hast und im November 2015 4 -5 Wochen Zeit hast, scheue dich nicht, einfach mal nachzufragen.

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Haupsächlich ging es gestern zunächst einmal um die Route und Termine.

Es ist noch nicht abschließend geklärt, ob wir an der ARC+ teilnehmen werden. Trotzdem werden wir auf alle Fälle eine ähnliche Route sowie einen ähnlichen Zeitraum wählen.

So ist also klar, dass wir von Gibraltar zunächst zu den Kanarischen Inseln fahren. Auch hier haben wir im übrigen im Moment noch Plätze frei.gib_kan

Ob diese 700 sm direkt oder mit Zwischenstopps in Marokko gefahren werden, kann auch noch flexibel entschieden werden.

Auf den Kanaren gibt es dann (abhängig von der ARC-Teilnahme) verschiedenen Möglichkeiten des Starts über den Atlantik.

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Die ARC startet in Las Palmas auf Gran Canaria. Die Alternative dazu wäre Santa Cruz auf Teneriffa.

Von dort aus soll es in etwa einer Woche auf die Kapverdischen Inseln gehen.

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Nach diesen 850 sm werden wir dort wenige Tage verbringen um ein paar Eindrücke dieser Inseln aufzuschnappen. Es bestünde auch die Möglichkeit, dass dort noch jemand für die (restliche) Überfahrt zusteigt.

Anschließend gehts dann über den großen Teich.

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Für die knapp 2000 sm rechnen wir mit 2 bis 3 Wochen. Als erstes Ziel ist zunächst Barbados angedacht. Dort könnten erste Mitsegler bei Zeitknappheit aussteigen und ihren Rückflug antreten. Falls aber alles normal läuft, können wir auch noch ein paar Tage in den schönsten Flecken der Karibik wie z.B. den Tobago Cays verbringen.

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Auf alle Fälle sind wir eine tolle Gruppe, bei der ich ein super gutes Gefühl habe.

Stromgenerator

Natürlich werden wir versuchen unseren Strombedarf durch Solarzellen abzudecken. Trotzdem wird dies nicht immer ausreichen. Unsere 2 Schiffsdiesel liefern natürlich auch Strom zum Laden der Batterien, 230V können sie aber nicht direkt liefern. Ein kleiner Wechselrichter könnte das zwar übernehmen, würde aber nicht für größere Verbraucher wie z.B. Bohrmaschine, Staubsauger, … ausreichen.

Deshalb habe ich einen Inverter-Generator besorgt, der eine saubere Sinus-Ausgangsspannung liefert um auch sensible elektronische Geräte zu versorgen.

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Dieser läuft zwar mit Benzin –  diese ist  aber für den Außenborder des Dinghi sowieso an Bord.

Möglicherweise kann man den Generator auch in einer offenen Backskiste betreiben, was die Geräuschentwicklung sehr minimieren würde. Aus diesem Grund habe ich vorsorglich mal einen Silikon-Schlauch für die Abgase besorgt. Die Temperatur am Auspuff sollte dieser Schlauch verkraften.

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Der Generator hat eine Leistung von maximal 2000W. Und spätestens jetzt ist das Interesse des Physik-Lehrers geweckt 🙂 . Bei den Beschreibungen des Hersteller findet man einen Kraftstoffverbrauch von 0,5 l Benzin pro kWh Strom.

Dem bin ich natürlich nachgegangen. Ich habe dazu den leeren Tank mit 200g Benzin gefüllt und einen Staubsauger (1600 W) betrieben bis das Benzin alle war.

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Der Sprit hat für 12:45 min gereicht. Die 200 g Benzin haben ein Volumen von 0,266 Liter. Wenn man nun ein bischen rumrechnet kommt man auf einen Verbrauch von 0,784 Liter/kWh – also rund 50% mehr als der Hersteller verspricht.

Unter Einbeziehung vom Brennwert von Benzin kommt man auch auf den (grausamen) Wirkungsgrad des Generators von 14,1 %. Zum Vergleich – ein Dieselmotor alleine hat einen Wirkungsgrad von ca. 40%.

Na ja, da wir aber manchmal sicher auf diese Stromquelle angewiesen sein werden, muss man halt dieses in Kauf nehmen.

 

 

Ausrüstung von AIS bis Zusatzfunkgerät

In den letzten Wochen bewege ich mich viel auf ebay, amazon, Foren, … um nach und nach wichtige oder auch „spielerische“ Ausrüstungsgegenstände zu beschaffen.

Dabei ist der Übergang oft auch fließend.

Vieles gehört dabei zum Bereich Sicherheit. Eine Rettungsweste mit Blinklicht sowie Sprayhood war recht schnell beschafft.

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Die Rettungsweste hat auch Platz für einen kleinen EPIRB-Notsender.

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Der ein oder andere wird vielleicht auf meiner Facebook-Seite auch dieses Utensil gesehen haben: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=4750432896649&set=a.1117603518185.14272.1769931289&type=1

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Auf die Frage „was ist das?“ war die originellste Antwort sicher „der neue Papst“.

Der LED-Handscheinwerfer weckte natärlich auch schnell die Neugier des Elektroniker um eventuelle „Tuning-Möglichkeiten“ zu erforschen.

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Das UKW-Handfunkgerät soll nicht nur zur Sicherheit dienen, sondern kann sicher auch eine kostengünstige Kommunikation Schiff-Dinghi oder Schiff-Land sein. Ich denke, dass in der Karibik die Funküberwachung nicht ganz so streng wie in Deutschland sein wird 🙂

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Dies ist nur ein kleiner Auszug der Beschaffungen der letzten Zeit. Weitere Beschreibungen werden hier sicher noch folgen.